Jagdfieber

Der Scheich von Abu Dhabi ging mit ihr auf die Jagd wie auch der schwedische Prinz Carl Philip. Die kunstvollen Gewehre von VO übertreffen die Konkurrenz an Präzision und Handwerkskunst und sind eine Liebeserklärung an die Jagd.

Fotos von Erik Karlsson

Wie der Bildhauer die Skulptur aus dem Stein freilegt, so schält der Waffenschmied Viggo Olsson buchstäblich aus jedem Stück Walnusswurzel den Schaft des Gewehres heraus. Jedes Stück feilen er und sein Sohn Ulf in der Werkstatt in Fjälkinge von Hand, bis sich der Lauf perfekt an das honigfarbene Holz anschmiegt.Bis die schwedischen Gewehrspezial-isten das Ausgangsmaterial der edlen Bolzen von VO überhaupt bearbeiten, hat es etliche Jahre auf dem Buckel.

Die Walnusswurzeln werden nach ihrer Ankunft in Fjälkinge zunächst einmal gelagert und trocknen in Ruhe aus. Sobaldsie den richtigen Feuchtigkeitsgrad erreichthaben, werden die Wurzeln gewaschen, von der Rinde befreit und anschließend in Latten gesägt. Drei weitere Jahre dauert es, bis die Stücke reif zur Verarbeitung sind. Erst dann wählt Viggo einen Rohling aus und spannt ihn auf der Werkbank ein.

Er malt die Umrisse des Schaftes auf, der sich nach dem Waffenlauf richtet, und streichelt das Holz mehrmals liebevoll, als wolle er es sich gefügig machen, bevor er die Feileansetzt. Ist die Form freigelegt, schält der Waffenschmied die Aussparung für die Kammer und den Abzug heraus und schmirgelt den Rohling mit Sandpapier.

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